Leider geht das nicht, deshalb fang einfach mal mit schönen, guten Berichten an.
Vorletztes Wochenende, vom 23.- 25. April, waren Gül, Julianna, Lieke und ich in Mumbai, wo wir zusammen ein tolles Wochenende verbracht haben!
Gül und ich haben uns den Luxus gegönnt und sind mit dem Flugzeug geflogen, sodass wir nach grade mal 45 min in Mumbai gelandet sind. Es war verdammt heiß und schwitzig und da die Stadt verdammt groß ist (22 Mio. Einwohner)und wir jeweils einen großen Rucksach auf dem Rücken hatten, waren Gül und ich reichlich k.o., als wir uns dazu entschieden, eine ausführliche Mittagspause einzulegen. Ich hatte Palak Masala Dosa - von nun an mein Lieblingsessen hier(Masala Dosa ist eine Art großer dünner knuspriger Pfannkuchen, der zusammengerollt oder gefaltet ist und in dessen Inneren sich eine gelbliche Mischung aus Kartoffeln, Gemüse und Gewürzen befindet; Palak bedeutet, dass auf der Innenseite der Teigmasse noch etwas Spinat drauf ist; dazu gibt es zwei verschiedene Soßen).
Nach ein paar Stunden Shopping in der Straßenlädenmeile im Stadtteil Colaba schlechthin trafen Sich Gül und ich am Abend dann endlich mit Lieke, die ein Hotelzimmer sogar MIT Klimaanlage für uns organisiert hatte. Zum Abendessen waren wir in einem sehr guten internationalen Restaurant und ich habe bisher wirklich nirgendswo so viele weiße Menschen gesehen, wie an diesem Ort! Kaum zu glauben, aber wir hatten tatsächlich Rindfleisch und Bier zum Essen. Ich hab mir einen Burger bestellt und es war so toll, endlich mal wieder anderes Fleisch zu essen als Hühnchen.
Während wir so da saßen kamen wir ins Gespräch mit einer Gruppe sehr netten jungen Indern - einem Mädchen und zwei Jungs. Nachdem wir nach dem Essen zusammen mit den neugewonnenen Bekannten ewig überlegt hatten, wo denn eine gute Party stattfinden könnte, sind wir dann letztendlich im "Apollo" gelandet, einem kleinen aber feinen Club unweit unseres Hotels in Colaba. Wir hatten sooo viel Spaß und konnten endlich mal wieder ausgelassen tanzen und dann auch noch mit Einheimischen, was das ganze nochmal lustiger gemacht hat!
Sam & Lieke
Am nächsten Morgen sind wir zum Frühstück in ein Bagel-Restaurant gegangen und ich hatte mein leckerstes Frühstück bis jetzt in Indien! Danach kam dann auch unsere Julianna zu uns, die arbeitsbedingt einen Tag später als wir nach Mumbai gekommen war.Natürlich ging es dann wieder zum Shoppen - wie konnte es anders sein - immerhin waren wir ja unter anderem dazu in die Metropole gereist. Das Beste am Kaufen verschiedenster Dinge in den zahlreichen bunten Straßenläden war eigentlich das Verhandeln mit den Verkäufern, das ich dort erstmal richtig gelernt habe und das irgendwie unheimlich Spaß macht! :) Am Ende des Wochenendes war ich dann um ca. 6 Kleidungsstücke, zwei paar Schuhe, mehrere paar Ohringe, mehrere Armreifen, eine handgefertigte Holztrommel und ein kuschliges Handtuch reicher.
Schmuckladen und die Kunst des Verhandelns
Am Samstag Abend haben wir vier Mädels uns dann ganz besonders hübsch gemacht und sind mit dem Taxi in den Nobel-Club "Bling" gefahren, das war ein genialer Abend!
Leider war fotografieren in dem Club verboten, deshalb gibt's an dieser Stelle leider keine Beweisfotos.
An unserem letzten Tag in Mumbai, Sonntag, haben wir vor allem ausgeschlafen und waren wieder lecker frühstücken...
und nach ein paar schönen Stunden in einer kühlen, nobelen Shoppingmall, in der ich sogar (ich konnte es erst gar nicht fassen) Lindt-Schokolade bekommen hab...
indische Lindt-Frau
... ging's anschließend zum Marine Drive, von wo aus wir zu beiden Seiten der Bucht die Skyline von Mumbai sehen konnten. Der Strand war voller Menschen, die einfach nur das Wochenende genossen haben und man hat ein schönes Gefühl von Urlaub bekommen. :)
Lieke & ich
Lieke & Julianna
Das war dann auch ein gelungener Abschluss, ehe wir alle mit dem Sleeper-Zug + Klimaanlage wieder zurück nach Home Sweet Home Baroda gefahren sind.
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Das Wochenende danach, sozusagen letztes Wochenende ging’s schon wieder auf Reisen, aber diesmal nach Udaipur – einem langersehnten Reiseziel von mir.
Zu viert sind wir – also Julianna (China), Matt (USA), Jay (Indien) und ich – in der Nacht von Freitag zu Samstag nach Udaipur, das nach allgemeiner Meinung die schönste und romantischste Stadt im Bundesstaat Rajasthan ist, gefahren. Eigentlich wollten wir mit einem Sleeper-Bus fahren, aber dann hat Jay ein Auto + eigenen Fahrer organisiert und so sind wir dann also ganz flexibel in der Nacht von Freitag zu Samstag per PKW gereist.
Früh am Morgen kamen wir dann in der wunderschönen und idyllischen Stadt an, die eine total entspannte Atmosphäre verbreitet.
Im Stadtteil Lal Ghat, direkt am Pichola-See gelegen, fanden wir dann auch eine schöne Bleibe in Form eines kleinen Hotels mit Dachterrasse als Restaurant. Mit unseren zwei Doppelzimmern hatten wir sogar eine ganze Etage des Hotels für uns und erstaunlicherweise waren wir auch immer die einzigen Gäste in dem "Roof Top Restaurant", von wo aus wir einen großartigen Blick über die Stadt genießen konnten.
Beeindruckt von der Schönheit der Stadt und dem gemütlichen Hotel, das wir für uns entdeckt hatten, verbrachten wir nach der anstrengenden Anreise dann erstmal ein paar Stunden auf dem Dach des Hotels und ließen uns mit einem ausgiebigen Frühstück bedienen.
Jay + Omlett
Julianna + Spaghetti
Matt + Eiertoast
Danach waren wir uns dann alle einig, dass wir uns unbedingt den berühmten Stadtpalast, die größte Palastanlage in ganz Rajasthan, ansehen mussten. Wir verbrachten kurzweilige 3 Stunden in dem faszinieren, 440 Jahren alten Gebäude, das noch schöner war, als ich es mir nach den Erzählungen anderer Trainees vorgestellt hatte. Außerdem konnte man einen besonders schönen Blick über die ganze Stadt in allen Himmelsrichtungen genießen.
unsere Gruppe und der Palast
indische Wandmalerei (Elefant + Maharashtra)
typisch chinesisches Foto ;)
Anschließend gab es noch einen schönen Tempel gleich in der Nähe zu sehen und auf dem Weg dahin habe ich zufällig einen indischen Künstler kennengelernt, der aufgrund der Kunst und speziellen Austauschprogrammen schon so oft in Deutschland war, dass er ein wenig einen westdeutschen Akzent hatte. ;)
der Tempel
Julianna und ich haben uns dann auf gemacht, noch einen näheren Blick in die Läden zu werfen und es stellte sich heraus, dass die Verkäufer ausgesprochen nett und geduldig waren, sodass wir auch wenn wir in den meisten Läden nichts kauften fast immer nette Small-Talks mit ihnen hatten.
Später sind wir zum Abendessen zu dem besten Restaurant der Stadt gegangen, wie uns von dem Besitzer unseres Hotels empfohlen wurde. Dort angekommen – das Restaurant befand sich auf dem Dach eines Nobelhotels – hatten wir einen so wunderbaren Blick über die leuchtende Stadt und den See mit dem weißen hell strahlenden „Lake Palace Hotel“ in dessen Mitte, dass wir alle ganz ruhig wurden und einfach nur diese schöne Atmosphäre genossen und diese wunderbare Zeit zu schätzen wussten. Wir hatten Chicken Tikka und Roti, dazu Wasser und Rotwein und ich hab mir in diesem Moment echt gewünscht, dass er länger gedauert hätte.
Lake Palace Hotel
Später sind wir dann noch in eine Bar gegangen und haben den Abend mit einer großen Shisha und indischer Musik gemütlich ausklingen lassen.
Am nächsten Morgen gab es leckeres kontinentales Frühstück für Julianna und mich, die Jungs brauchten nach einigen nächtlichen Beeren mehr Schlaf als ich. Danach waren wir gefühlte 2 Stunden in einem kleinen Klamottenladen, bei dem wir letztendlich zusammen 8 Kleidungsstücke gekauft haben. Ich hab mich auch endlich ordentlich mit bunten weiten und sehr bequemen Stoffhosen und Kleidern eingedeckt, die die momentanen Hitze von tagsüber durchschnittlich 45°C ein klein wenig erträglicher machen.
Unser kulturelles Programm haben wir fortgeführt, als die Jungs auch endlich wach waren und gefrühstückt hatten. Unser Weg führte uns auf einen Berg direkt am Rand der Stadt, auf dessen Gipfel sich der „Monsun Palace“ befindet. Dank unseres privaten Fahrers war es kein Problem für uns, dort hoch zu kommen und ich weiß nicht, wie Jay das gemacht hat, aber oben angekommen hatten wir auch noch einen privaten Führer, der uns alle historischen Hintergründe zu dem Palast erklärt hat. Außerdem hatten wir dort oben auf dem Berg das Glück, die gesamte Stadt aus einer beeindruckenden Vogelperspektive zu sehen und auch auf der anderen Seite des Horizonts bis zu der Bergkette an der Grenze zu Gujarat zu schauen zu können.
typisch amerikanische Pose
unser Führer hat mich immer "Maharani" genannt - eine große Ehre für mich, denn das heißt so viel wie "Prinzessin"
v.l.n.r. unser Führer, ich, Matt, Jay, unser Fahrer namens Bablu
Zurück in Lal Ghat mussten wir uns gleich auf den Weg zum Bahnhof machen, da Julianna ihren Zug nach Delhi bekommen musste, von wo aus Sie sich dann auf ihre einmonatige Reise durch Indien gemacht hat. Der Abschied viel schwer, so blieben auch Tränen nicht aus, aber ich weiß, dass es ihr gut geht und Sie die Reise auch allein gut meistert.
Den Abend und damit auch das Urlaubswochenende haben wir zu dritt auf ganz besondere Weise abgeschlossen. Jay hatte den Tipp bekommen, dass sich ein paar Kilometer außerhalb der Stadt auf dem Weg nach Gujarat eine große schöne Gartenanlage befindet, in der man sehr lecker traditionell essen kann. Nach einer ganzen Weile des Suchens fanden wir dann doch die besagte Anlage und bekamen erst mal einen schönen roten Fleck auf die Stirn. :) Das Essen fand in einer speziellen großen Hütte in der Mitte des Gartens statt. Wir saßen wie auch die anderen Gäste entlang der Wand auf Sitzkissen an flachen Tischen. Der Teller bestand aus geformten getrockneten Blättern und wurde sofort mit allen möglichen Speisen gefüllt, dessen Namen ich mir bis auf Dal und Roti leider nicht merken konnte. Auf jeden Fall war es total lecker und der Teller wurde immer wieder aufgefüllt, sobald man etwas gegessen hatte.
der Mann am Empfang
indische Köstlichkeiten
Bevor wir uns dann wieder auf den Weg zurück machen mussten gab es noch eine kleine Show mit einer beeindruckenden, typisch Rajasthanischen Tänzerin, die vor allem mit einem Stapel aus Metallgefäßen und einem brennenden Topf ihre Balancekünste unter Beweis stellte.
Im Endeffekt kann ich ohne Zweifel behaupten, dass dieses Wochenende meine bisher schönste Zeit in Indien war und ich definitiv nach Udaipur zurückkommen werde.
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Doch nun zu der eher schlechten Nachricht: Letzte Woche in der Nacht von Donnerstag zu Freitag ist meine liebgewonnene Freundin Gül wegen unglücklichen Umständen in ihrer Familie für bisher unbestimmte Zeit nach Deutschland gereist. Ich und auch alle ihre Freunde in Baroda, wie auch die Kollegen auf Arbeit wünschen ihr und ihrer Familie alles Gute.
Nun sind also die beiden bisher für mich engsten Freunde in Indien vorläufig nicht mehr da. Außerdem bin ich seit einer Woche die einzige Deutsche bei Helios Solutions, wodurch ich schon nach drei Wochen des Praktikums enorm viel Verantwortung habe, da ich nun allein mit unserem CEO Jigar für alle deutschen Kunden und Projekte verantwortlich bin.

Ich muss aber auch ganz ehrlich gesagt sagen, dass, auch wenn mein Job im Moment sehr herausfordernd ist und ich viel zu tun habe, die Arbeit wahnsinnig viel Spaß macht. Diese Woche war ich jeden Tag bis 21 Uhr im Büro und war heute tatsächlich die allerletzte, die gegangen ist. Doch das macht mir überhaupt nichts aus, weil ich gerne auf der Arbeit bin. Und einer der besten Nebeneffekte ist, würde ich sagen, dass ich hier in Indien in verschiedenster Hinsicht – sei es bezogen auf das Praktikum und die Tätigkeit des Managen oder auf das allgemeine Leben in einer völlig anderen Kultur - wahrscheinlich so viel dazu lernen werde, wie ich bisher in meinem Leben noch nie gelernt habe.

Ohhh Udaipur ist so schön :( Es tut mir im Herzen weh, dass ich diese Stadt vielleicht nie zu Gesicht bekommen werde..
AntwortenLöschenTut mir leid, dass du wegen mir sooo lange arbeiten muss. Aber nächste Woche bin ich wieder da,auch wenn ich nicht weiß, für wie lange. Dann kannste dich auf deinen Kunden konzentrieren und ich übernimm dann die Projekte. HDL und genieß das Zimmer ;-)
Hallo Anja,
AntwortenLöschenIch frage mich, wie die die ganzen Sachen wieder mit nach Hause nehmen möchtest. Hauptsache ist, du kannst die Klamotten dann im Nachhinein tragen.^^
Bei den vielen offensichtlich leckeren Essen kann man ja neidisch werden. Da bekomme ich direkt auch Lust.
Könntest du bitte bei deinem nächsten Eintrag berichten, was du z.B. bei einem spezifischen Auftrag von Helios Solutions machen musst, oder darfst du das nicht erzählen?
Lass dich nicht davon entmutigen, dass du momentan die einzige Deutsche bist. Du bekommst das bestimmt Alles trotzdem super hin. Ich glaub an dich. Vielleicht kommt ja bald Ein/e neue/r.
Am Dienstag haben mein Bruder und ich uns endlich ein Kletterseil mit anderen wichtigen Utensilien geleistet und waren auch gleich abends in der Kletterhalle, um zu testen. Es war super, mit dem eigenen Equipment zu klettern. Wenn du möchtest, können wir dann mal zusammen klettern gehen. Ich bringe dir alles nötige bei.
Seit gestern habe ich aber leider einen Infekt und eigentlich wollte ich heute morgen schon nach Hause fahren, um einen neuen Perso zu beantragen. Mein Alter ist schon abgelaufen.:-() Nun fahre ich aber mit meinem Bruder mit. Wir haben übrigens auch seit einiger Zeit ein gemeinsames Auto, falls ich dir davon noch nicht erzählt habe. Hoffentlich geht es mir dann Montag wieder besser, sodass ich alleine mit den Zug zurück fahren kann.
Bis denne!
Felix
Hola!
AntwortenLöschenSoviel Text hier ... werden jetzt mal mit dem Lesen anfangen.
Liebe Grüße von Jan und Susi!